10.09.2019 / Der Deutsche Golf Verband informiert
Van Houten und Lawlor siegen im Baden Hills G&CC
Vier erfolgreiche Titelverteidigungen bei IAM der Golfer mit Behinderungen.

Bei der dritten Internationalen Amateurmeisterschaft (IAM) der Golfer mit Behinderungen am 7. und 8. September im Baden Hills G&CC setzte sich in der Gesamtwertung (Bruttowertung) der Herren der Ire Brendan Lawlor durch und verwies Timo Klischan vom G&CC Motzener See auf Rang zwei. Bei den Damen siegte die Niederländerin Daphne van Houten. Zweite wurde Jennifer Sräga vom GC Augsburg. In den acht Kategorien, die für die Deutschen Meisterschaften gewertet wurden, gelangen den Spielern vier Titelverteidigungen.



Turniere: IAM der Golfer mit Behinderungen 2019Alle Sieger der Internationalen Amateurmeisterschaft der Golfer mit Behinderungen. (Foto: DGV/Wirtz)

„Die internationale Konkurrenz bei der IAM war stärker denn je, die Stimmung im Turnier war fantastisch. Dass die Sieger der internationalen Wertung aus Irland und den Niederlanden kommen, deutet an, dass das Turnier auch über unsere Grenzen hinweg immer beliebter wird. Besonders freut mich natürlich, dass es die deutschen Teilnehmer der internationalen Konkurrenz nicht leicht gemacht haben, die Titel aus Golfdeutschland zu entführen. Ein großer Dank geht an den Baden-Hills G&CC, hier hat man sich weit mehr als angestrengt, ein toller Gastgeber zu sein“, sagt Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes (DGV).

Der neue Internationale Amateurmeister, Brendan Lawlor, wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Der Weltranglistendritte sorgte mit einer 69er Runde für klare Verhältnisse und siegte verdient mit insgesamt 144 Schlägen. Damit hatte der Ire nach zwei Runden drei Schläge Vorsprung vor Timo Klischan (147), der ein positives Fazit zog: „Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis. Am Ende war es nochmal sehr spannend. Brendan hat auf den Back Nine ganz schön Gas gegeben und wir haben uns gerade auf den letzten Bahnen ein richtiges Battle geliefert.“ Der Franzose Charles Henri Quelin (151), der das Turnier am ersten Tag noch angeführt hatte, musste sich am Ende mit dem dritten Rang zufrieden geben.

Bei den Damen hatte sich Jennifer Sräga (GC Augsburg) mit dem Ergebnis der ersten Turnierrunde eine optimale Ausgangsbasis erarbeitet, um gegen die spielstarke Niederländerin Daphne van Houten bestehen zu können. Sräga lag nach der ersten Runde einen Schlag vor der amtierenden Europameisterin. Am zweiten Tag der Meisterschaften brachte van Houten dann allerdings ihre ganze spielerische Stärke ein und notierte eine Par-Runde. Mit insgesamt 150 Schlägen stand die Niederländerin am Ende neun Zähler vor Sräga. „Ich habe mit meiner gestrigen Runde gezeigt, dass ich sogar einer Spielerin mit Handicap -1,4 das Wasser reichen kann, und obwohl es dieses Mal vielleicht nicht geklappt hat und das Glück nicht ganz auf meiner Seite war, gibt es mir für die nächsten Turniere Kraft und Hoffnung“, freute sich Sräga über ihren zweiten Platz.




Zusätzlich zu den internationalen Meisterehren der Damen und Herren wurden Deutsche Meistertitel in acht Behinderungskategorien ausgespielt. Für diesen Wettbewerb waren ausschließlich die deutschen Teilnehmer qualifiziert. In insgesamt vier der acht Kategorien setzten sich die Titelverteidiger durch.

So hat Timo Klischan, der in der Kategorie „Arm“ geführt wird, 69 Brutto-Stablefordpunkte (BSP) erspielt. Auf Platz zwei lag Karlheinz Labude vom GC Rickenbach mit 47 BSP vor Michael Clemens vom Royal St. Barbara’s Dortmund GC mit 44 BSP. In der Kategorie „Bein“ setzte sich die Vorjahres-Vierte Katharina Pegau (GC München Valley) mit starken 61 BSP sowohl gegen Pascal Ferreira Schramm (GP Aschheim) mit 55 BSP als auch gegen den Titelverteidiger Reinhard Friske (GC Hamburg-Walddörfer) mit 49 BSP durch. Bei den Rollstuhlfahrern überzeugte Christian Nachtwey (GC Rittergut Rothenberger Haus) mit einer starken zweiten Runde und insgesamt 19 BSP und holte sich den Titel des Deutschen Meisters von Jens Maspfuhl (GC Friedberg), der das Turnier mit 17 BSP auf Rang zwei beendete. Ralf Bockstedte (GC Hösel) landete mit einem BSP auf dem dritten Rang. In der Kategorie „Mental“ spielte sich der Vorjahres-Dritte Lasse Zietzschmann (GC Trier) mit 41 BSP souverän zum Sieg und ließ Maxime Waldheim (GC Dillenburg) mit 15 BSP den zweiten Rang. Bei den Spielern der Kategorie „Sonstige mit Einschränkung im Schwung“ blieb Jennifer Sräga (GC Augsburg) ihrer Serie treu und holte auch in diesem Jahr den Titel. Mit 57 BSP stand sie im Tableau klar vor Wilfried Ahrens (G&LC Bad Arolsen) mit 34 BSP und dem Vizemeister des letzten Jahres Peter Haustein (G&LC Bad Arolsen) mit 31 BSP.

Bei den Spielern der Kategorie „Sonstige ohne Einschränkungen im Schwung“ holte Marco Ullmann (GC Neuhof) mit insgesamt 66 BSP auch in diesem Jahr den Titel. Auf Platz zwei stand nun schon zum dritten Mal in Folge Andreas Süli (GR Augsburg) mit 52 BSP. Dritter auf dem Podest war Hans Jürgen Wolk (GC Gut Sansenhof) mit 37 BSP. In der Kategorie „Blind“ stand mit Florian Kehr (GP Aschheim) lediglich ein Spieler im Aufgebot - er sichert sich die Deutsche Meisterschaft ohne Konkurrenz mit 5 BSP.

Mit einer deutlich stärker vertretenen Konkurrenz ging das Feld der Gehörlosen in die Finalrunde. Amelie Paloma Gonzalez Podbicanin (GC St. Leon-Rot) konnte hier ihre Führung vom ersten Wettkampftag verteidigen und verwies Stefanie Mayer (Münchener GC), mit der sie im Jahr 2018 Team-Weltmeisterin bei der WM der Gehörlosen wurde, mit 70 zu 57 BSP auf Rang zwei. Gero Gertenbach (GC Kassel-Wilhelmshöhe) belegt mit 37 BSP den dritten Rang.

Seit 2002 wird die Deutsche Meisterschaft der Golferinnen und Golfer mit Behinderungen veranstaltet. Ausrichter war bis 2006 der Behinderten Golf Club Deutschland, seit 2007 hat der DGV die Aufgabe übernommen. Durch die Internationalisierung des Turniers ist die IAM der Golfer mit Behinderung auch Teil der Access Serie des Europäischen Behindertengolf-Verbandes (EDGA).


Quelle und Foto: Deutscher Golfverband e.V., Copyright DGV/Wirtz













 

 

 

 

 

 

 

 

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