Der 22-Jährige setzt sich im Stechen am dritten Extraloch gegen Lukas Euler vom Frankfurter GC durch. Bronze holt der Finne Sami Välimäki. Mit konstanten Leistungen lagen die beiden Deutschen über alle vier Runden in der Spitzengruppe des mit 124 Spielern aus 20 Nationen international besetzten Feldes. Nach einer spannenden Finalrunde beendeten Oelfke und Euler das Turnier mit 272 Schlägen (-12) schlaggleich und die Entscheidung fiel im Stechen. Nachdem zweimal die Bahn 18 mit Par geteilt wurde, ging es auf das zehnte Loch, ein Par 3 mit 156 Metern. Beide platzierten ihre Bälle auf dem Grün. Während Euler das Birdie verpasste, lochte Oelfke aus etwa fünf Metern ein und reiht sich damit in die Liste großer Namen ein, die sich auf dem Siegerpokal verewigt haben.

 Max Oelfke jubelt nach seinem Sieg am dritten Extraloch
Max Oelfke jubelt nach seinem Sieg am dritten Extraloch (r.)
(Foto: DGV/stebl)

„Mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen, vor allem, weil die letzten drei Jahre nicht immer leicht waren. Ich habe hart für diesen Erfolg gearbeitet und es ist das vielleicht erfüllendste Gefühl, wenn harte Arbeit sich am Ende auszahlt. Als der Putt zum Schluss gefallen ist, war ich so von Freude erfüllt, dass ich fast nicht mehr wusste, was los ist. Das war ein tolles Match mit Lukas Euler und ich bin einfach nur glücklich“, sagte ein strahlender Sieger, der sich vor wenigen Wochen bereits den Titel bei der Internationalen Amateurmeisterschaft von Luxemburg gesichert hatte.

Zuvor hatten die beiden Deutschen mit ihren 68er-Finalrunden einen der Turnierfavoriten distanziert. Der Däne John Axelsen, der als Führender in den letzten Tag gestartet war, verabschiedete sich mit einem Doppelbogey an Bahn 10 aus dem Titelrennen. Seine 72er-Schlussrunde reichte nur für Rang vier. Die Bronzemedaille gewann der Finne Sami Välimäki (274), der am ersten Tag mit einer 63er-Runde den Platzrekord eingestellt hatte.

Titelverteidiger und Clubkollege von Oelfke, Hurly Long (GC Mannheim-Viernheim/276), spielte erneut eine starke IAM und erreichte mit Runden von 71, 68, 69 und 68 Schlägen Platz fünf. Bester Spieler des gastgebenden Hamburger GC war Sebastian Sliwka (277) auf Rang sieben. Mit Maximilian Mehles (GC Hubbelrath/279) und Golf-Team-Germany-Spieler Nico Lang (GC Am Reichswald/279) auf dem geteilten neunten Rang erreichten zwei weitere Deutsche ein Top-Ten-Ergebnis.

Lukas Euler musste sich erst im Stechen geschlagen geben (Foto: DGV/stebl)
Lukas Euler musste sich erst im Stechen geschlagen geben
(Foto: DGV/stebl)

Den Sieg im über drei Runden ausgespielten Nations Cup sicherte sich das Golf Team Germany I mit Hurly Long, Falko Hanisch (Berliner GC Stolper Heide) und Yannik Paul (GC Mannheim Viernheim). Mit 414 Schlägen lagen sie vor dem dänischen Team (419) und Team FinnlandI (ebenfalls 419). Trotz heftiger Regenfälle vor und während der Turnierwoche präsentierte sich der Platz in Falkenstein in sehr guter Qualität, was auch Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes, lobend herausstellte: „Der Hamburger GC hat sich als
perfekter Gastgeber präsentiert und trotz widriger Witterung einen Platz zur Verfügung gestellt, der den Athleten alles abverlangt hat. Es ist
immer eine Freude, auf diesem traditionsreichen Grund und Boden ein Turnier austragen zu dürfen.“

Alle weiteren Informationen zur IAM finden Sie unter: www.golf.de/iam-herren


Internationale Amateurmeisterschaft der Herren25.07.2017 / Spieler aus 20 Nationen in Falkenstein zu Gast
IAM der Herren in Hamburg
Die Internationale Amateurmeisterschaft (IAM) der Herren ist eines der Highlights im deutschen Turnierkalender.

Termin: 27.07.2017 – 30.07.2017

Seit 1913 wird die traditionsreiche Meisterschaft bereits ausgetragen. Vom 27. bis 30. Juli 2017 messen sich die besten deutschen Golfspieler im Hamburger GC Falkenstein mit der Konkurrenz aus der internationalen Golfszene.

Internationale Amateurmeisterschaft der Herren Brian Schnoor ist eine der sieben Hoffnungen des Hamburger GC auf einen Heimerfolg (Foto: DGV/Tiess)

Als Sechster der aktuellen europäischen Amateurrangliste reist der Däne John Axelsen nach Deutschland und gilt als einer der Top-Favoriten auf eine der ältesten Trophäen im deutschen Golfsport. Der 19-Jährige tritt mit dem besten Handicap von +5,6 an und gewann in diesem Jahr bereits die Danish International Amateur Championship. Insgesamt sind 144 Spieler aus 20 Nationen bei der IAM im Feld. Neben den internationalen Jungstars gehören auch einige Spieler des Golf Team Germany (GTG) zu den Favoriten, darunter Titelverteidiger Hurly Long vom GC Mannheim-Viernheim. Neben Long sind 14 weitere GTG-Spieler in Falkenstein dabei.

Internationale Amateurmeisterschaft der Herren Der Hamburger GC Falkenstein war schon häufig Gastgeber internationaler Meisterschaften (Foto: DGV/Tiess)

Auch sieben Spieler des gastgebenden Falkensteiner Clubs haben bei ihrem Heimspiel die Chance, die IAM-Siegerliste um einen Spieler aus der Hansestadt zu erweitern. Yannik Emmert (+3,5), Michael Thannhäuser (+3,1), Gregory Wiggins (+2,4), Patrice Schumacher (+2,0), Brian Schnoor (+1,7), Sebastian Sliwka (+1,6) und Robert Wibbels (+1,3) sind in Hamburg am Start. Drei Spieler des Hamburger GC (HGC) konnten die IAM bereits gewinnen. Peter Möller (1962), Kai Flint (1981) und zuletzt Philipp Westermann (2010).

Nach zahlreichen Deutschen Meisterschaften, der German Open und anderen nationalen und internationalen Turnieren trägt der Club im Westen der Hansestadt die IAM zum neunten Mal aus und ist dadurch bereits Teil der IAM-Geschichte – leider auch trauriger Geschichte. 1914 wurde die Meisterschaft zum zweiten Mal ausgetragen. Gespielt wurde in der damaligen Heimat des HGC in Flottbek. Aufgrund des Ausbruches des 1. Weltkrieges musste das Turnier allerdings nach der ersten Runde abgebrochen werden.




In der über 100-jährigen Geschichte des Turniers haben sich auch einige bekannte Namen des Golfsports in die Siegerlisten eingetragen. Mit Markus Brier (Österreich/1995), Tobias Dier (GC am Reichswald/1998), Joost Luiten (Niederlande/2005), Maximilian Kieffer (GC Hubbelrath/2009) und Moritz Lampert (GC St. Leon-Rot/2012) sind zahlreiche European-Tour-Spieler darunter. Der Titelträger von 1996, der Australier Geoff Ogilvy, gewann 2006 sogar die U.S. Open.

Bei der IAM werden sowohl eine Einzelwertung als auch eine Nationenwertung ausgespielt. Die Mannschaften bestehen aus höchstens drei Spielern eines Landes. Gewertet werden die zwei besten Ergebnisse jedes Teams aus der ersten und zweiten Zählspielrunde.

Am Donnerstag, den 27. Juli, starten die Herren in ihre erste Runde. Gespielt werden vier Runden über 18 Löcher. Die besten 60 Spieler und Schlaggleiche kämpfen am Sonntag um den Titel des Internationalen Deutschen Amateurmeisters 2017. Zuschauer sind an allen Wettkampftagen im Hamburger GC herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Alle weiteren Informationen zur IAM finden Sie unter:
www.golf.de/iam-herren





Quelle und Foto: DGV, Copyright Tiess